Saft oder Smoothie? Die entscheidenden Unterschiede…..

Saft oder Smoothie? Heute möchte ich den Unterschied vom Saft zum grünen Smoothie erläutern.

Frisch gepresste Säfte haben nicht nur geschmacklich viel zu bieten, sondern auch im Hinblick auf Gesundheit und Verdauung so einiges auf dem Kasten. Nachfolgend möchte ich auf die gesundheitlichen Aspekte und insbesondere die vom Saft auf den Körper näher eingehen.

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Schnelle Wirkung

Saft eignet sich für die sofortige Energie- und Vitaminauffüllung, ohne dabei den Körper im gegenwärtigen Verdauungsprozess zu belasten. Besonders während akuter Erkrankung sowie im Anschluss gelangt man schonend zu Kräften. Gleichzeitig verspricht frischer Rohkostsaft eine rasche Versorgung mit Nährstoffen, ohne ermüdend zu wirken.

Die sofortige Bereitstellung von Nährstoffen ist besonders für Menschen von Vorteil, die an einer Magen- oder Darmerkrankung leiden. Die im Saft enthaltenen Nährstoffe gehen rasch in das Blut über, nämlich direkt über die Schleimhäute. Diese Besonderheit können sich auch Sportler zu nutze machen.

Vor und sogar während des Sports ist eine gute, d.h. schnelle Nährstoffaufnahme möglich, ohne den Körper mit schwerer Nahrung zu belasten, die sonst eine Verdauungspause erfordern würde.

Ebenso ergeben sich daraus Vorteile für Entgiftungskuren und das Fasten. Der Körper muss sich nicht mit Verdauungsmechanismen befassen und kann somit gleich entgiften. Dementsprechend bietet es sich an, gelegentlich bewusst auf leichte Mahlzeiten zu setzen, die nicht das gesamte Verdauungssystem belasten.

So ist es nämlich möglich, dem Verdauungstrakt eine Auszeit zu gönnen und das tägliche Entschlacken zwischen den Mahlzeiten zu aktivieren.

Versorgung der Nieren mit Flüssigkeit

Übrigens entgiften die Nieren den Körper ohne Unterlass – und das nicht nur von Nahrung und äußeren Schadstoffen, sondern auch von eigenen abgestorbenen Zellen. Teile der Zellen können als Giftstoffe im Körper verbleiben. Die Anzahl der abgestorbenen Körperzellen ist übrigens riesig, denn zwischen 10 bis 50 Mio.

Körperzellen werden pro Sekunde ersetzt und damit neu gebildet. Damit die Nieren optimal arbeiten und unseren Körper reinigen können, benötigen sie ausreichend Flüssigkeit. Mit abgestimmten Mahlzeiten oder gar Safttagen lässt sich eine sehr gute Flüssigkeitszufuhr gewährleisten.

Nachteiliges für den Saft

Säfte, die frisch aus der Saftpresse kommen, haben aber nicht nur Vorteile. Ebenso gibt es einige Nachteile im Vergleich zu anderen Lebensmitteln, die man kennen sollte. Als erstes ist die ausgeprägte Neigung zur Oxidation zu erwähnen. Sobald Sauerstoff an die Zellen im Saft gelangt, sterben sie ab. Daher ist empfehlenswert, frisch gepresste Rohkostsäfte möglichst sofort zu verzehren.

Ein weiterer Punkt ist die schnelle Verfügbarkeit der Inhaltsstoffe. Neben zahlreichen Vitaminen, Mineralstoffen und Enzymen wird dem Körper auch Fruktose verfügbar gemacht. Sie geht rasch in das Blut über und treibt den Blutzucker in die Höhe. Kritische Stimmen äußern diesbezüglich ein Diabetes-Risiko und sowie bei unbedachter Handhabung auch eine Gewichtzunahme.

Außerdem gilt es sich darüber im Klaren zu sein, dass beim Entsaften nur die Flüssigkeit aus den Zutaten herausgepresst wird. Somit bleiben einige Nähr- und Ballaststoffe im Trester zurück. Vor allem beim Chlorophyllgehalt (wenn beispielsweise Weizengras entsaftet wird) macht sich dies bemerkbar. Der grüne Smoothie ist reichhaltiger an Chlorophyll sowie weiteren Inhaltsstoffen.

Grüne Smoothies

An dieser Stelle möchten wir den grünen Smoothie näher unter die Lupe nehmen und dabei aufzeigen, wie er sich hinsichtlich seiner Eignung für ein ganzheitliches Ernährungskonzept vom Saft absetzt.

Die Zutaten für einen grünen Smoothie – insbesondere grünes Blattgemüse – sind reich an sekundären Pflanzenstoffen, die unter anderem Polyphenole, Flavonoide und Pektine umfassen. Pektine kommen beispielsweise in Kernen vor, insbesondere von Früchten wie Beeren, Trauben und Granatapfel.

Allerdings sind sie für den Körper nicht immer unmittelbar zugänglich, die Kerne müssen nämlich erst aufgebrochen werden. Genau hier punktet der grüne Smoothie, die Zerkleinerung der Zutaten im Mixer sorgt für eine gute Verfügbarkeit. Im Saft ist diese Verfügbarkeit hingegen nicht gewährleistet.

Allein durch die Bereitstellung von Polyphenolen und Antioxidantien bietet der grüne Smoothie einen erheblichen Nährwert. Die zusätzlichen Nährstoffe schützen die Zellen vor verschiedensten Einflüssen und helfen zugleich im Heilungsprozess verschiedener Erkrankungen – unter anderem weil sie gute Radikalfänger sind.

Die Ballaststoffe, die im Saft in deutlich geringerer Konzentration erhalten sind, können ebenfalls von enormer gesundheitlicher Bedeutung sein, da sie den Darm bei seiner Arbeit wirksam unterstützen. Zudem sind im Smoothie Tannine und Pektine enthalten, die im Darm antibakteriell und entzündungshemmend wirken.

Somit können sie dabei helfen, „schlechte“ Darmbakterien zu binden und auszuscheiden. Zudem helfen sie bei Schwermetallvergiftungen, können den Cholesterinspiegel senken und die Produktion sowie Wirkung von Verdauungssäften anregen.

Ein weiterer Vorzug ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe, die im Vergleich zum Saft einen besseren Schutz vor Oxidation verspricht. Zwar gilt der grüne Smoothie hierfür ebenfalls an anfällig, allerdings bei weitem nicht so sehr wie der Saft. Es ist daher möglich, ihn entsprechend aufzubewahren und beispielsweise mit zur Arbeit zu nehmen, um ihn dort als Mahlzeit zu genießen. Die Einbuße an Nährstoffen bleibt überschaubar.

Nachteile des grünen Smoothie

Trotz seiner zahlreichen Vorzüge gibt es auch skeptische Meinungen zum grünen Smoothie. Wir möchten nicht als „betriebsblind“ wahrgenommen werden, indem wir sie ignorieren. Nachfolgend gehen wir daher auch auf die Nachteile ein.

Ein Punkt sind die bereits erwähnten Polyphenole, die der Pflanze als natürlicher Schutz vor Fressfeinden dient. Für einen Menschen ist die Dosis zwar vergleichsweise gering, dennoch ist das Risiko nicht außer Acht zu lassen. In der Natur ist es daher so, dass sich viele Tiere abwechslungsreich ernähren, d.h. nicht fortlaufend dieselbe Nahrung konsumieren. Für den Smoothie bedeutet dies, dass sich eine gute Abwechslung der Zutaten empfiehlt.

Diejenigen, die bei der Smoothie-Zubereitung auf Wildkräuter zurückgreifen, können besonders gut Einfluss auf den Gehalt Polyphenolen und auch Umweltgiften nehmen. Im Allgemeinen gilt: Je älter die Blätter, desto höher sind die Abwehrstoffe der Pflanze konzentriert – dasselbe gilt übrigens auch für Schadstoffe aus der Umwelt. Somit bietet es sich an, vor allem die oberen und somit jungen Blätter zum grünen Smoothie zu verarbeiten.

Zusammenfassung

Beide Konzepte, d.h. Saft und grüner Smoothie, sind sehr verschieden. Allerdings ergänzen sie sich ideal, weil sie mehr Abwechslung bei der Zufuhr an Nährstoffen ermöglichen und mit ihren jeweiligen Stärken punkten.

Grüne Smoothies empfehlen sich für das tägliche Gesunderhalten und das prophylaktische Gesundsein, da viele Krankheiten über den Darm kommen. Säfte sind wiederum eine tolle Ergänzung für Entschlackungskuren und können dem Körper neue Impulse geben.

Eure Nahrung soll euer Heilmittel sein, und eure Heilmittel eure Nahrung.

Hippokrates

 

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